Therapie
Für die Therapie der Psoriasis gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Unter Berücksichtigung der Wirksamkeit, des Sicherheitsprofils, der Praktikabilität und der Kosten wählt der Arzt individuell abgestimmt die ideale Therapie. Die Entscheidung und die Kontrolle der Therapie sollte durch einen Dermatologen (Facharzt für Hauterkrankungen) oder einen anderen Arzt erfolgen, denn die Schuppenflechte ist nicht einfach ein kosmetisches Problem, sondern eine schwerwiegende Erkrankung.
Die optimale Therapie zu finden ist individuell verschieden. Was bei einem Patienten wirksam ist, muss bei anderen Patienten nicht immer zu gleichen Resultaten führen oder von diesem für gut befunden werden. Daher fließen in die Entscheidung viele Faktoren ein:
- Ausdehnung, Schweregrad und Lokalisation der Plaques und Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die Psoriasis
- Ist die Therapie sicher auch in der Daueranwendung?
- Wie viel Zeit nimmt die Behandlung in Anspruch?
- Wunsch des Patienten, auf bewährte und langjährig beobachtete Therapien zurückzugreifen
- Hat die Therapie Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die eingenommen werden?
- Kann man die Therapie auch bei bestehendem Kinderwunsch anwenden?
- Arbeitsplatzsituation und Lebensumstände des Betroffenen
Therapie mit Fumarsäureester
Durch intensive Forschung weiß man heutzutage, dass Psoriasis eine Autoimmunerkrankung ist.
Die Fumarsäureester Dimethylfumarat und Ethylhydrogenfumarat, wirken immunmodulierend, d.h. sie bringen das Immunsystem wieder in die richtige Balance und regulieren die Entzündungsreaktion: Die Entzündungszellen (Lymphozyten) werden in ihrer überschießenden Aktivität gehemmt und die Ausschüttung entzündungsregulierender Botenstoffe (Zytokine) wird erhöht. So wird die unkontrollierte Vermehrung von Hautzellen sowie die Schuppung und die Entzündung gebremst.
Die Psoriasis ist eine lebenslange, chronische Erkrankung. Daher ist es umso wichtiger dass die gewählten Therapieoptionen auch in der Langzeittherapie eine hohe Sicherheit und Wirksamkeit aufweisen. Fumarsäureester, sind seit 1995 in Deutschland zur Behandlung der Psoriasis zugelassen. Seitdem sind tausende von Patienten damit behandelt worden. In einer aktuellen deutschen Leitlinie, in der renommierte Psoriasis-Experten aufgrund von wissenschaftlich anerkannten Studien Empfehlungen zur Therapie der Psoriasis vulgaris veröffentlicht haben, werden Fumarsäureester als wirksames und effektives Behandlungsverfahren genannt, die eine große Langzeitsicherheit aufweisen.
Kombinierbarkeit und Sicherheit
Die Fumarsäureester sind chemisch gesehen sehr kleine Moleküle, die im Körper sehr schnell abgebaut und über einige Zwischenschritte (60% werden als Kohlendioxid (CO2) über die Atemluft, 40% als Wasser) über den Urin ausgeschieden werden. Mitunter aus diesem Grund sind vermutlich bisher keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln beobachtet worden. Das ist für viele Patienten wichtig, weil sie häufig zusätzlich andere Medikamente, beispielsweise zur Behandlung von Bluthochdruck oder Diabetes, einnehmen müssen.
Weitere Informationen zur Therapie mit Fumarsäureestern finden Sie in der Leitlinie unter: www.psoriasis-leitlinie.de und auf www.psoriasis-support.de

